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Ein Mut machendes Bild von der Zukunft Europas, das zeichneten Topentscheider im Laufe des von manager magazin unterstützten Wettbewerbs "Best of European Business" der Unternehmensberatung Roland Berger. Bei Forschung und Entwicklung sei man besser aufgestellt als die USA, so ein Fazit der Gala in Berlin, bei der die acht deutschen Sieger ausgezeichnet wurden. manager-magazin.de stellt die Preisträger vor. manager magazin "Wir befinden uns hier auf britischem Boden, um deutsche Unternehmen auszuzeichnen und das ist durchaus gewollt", sagte Burkhard Schwenker, Chef der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants. Denn man bewege sich automatisch im europäischen Kontext, wenn man über erfolgreiche deutsche Unternehmen spreche. Dies war am Abend in der Britischen Botschaft in Berlin das erklärte Ziel von "Best of European Business", einem Wettbewerb, den manager magazin und manager-magazin.de als Medienpartner unterstützen. Erfolgsgeschichten von Unternehmen standen im Mittelpunkt. Unternehmen, die es mit Ideen, Mut und Engagement nicht nur europaweit, sondern global an die Spitze geschafft haben. Etwa 150 Gäste, darunter 80 Topmanager aus ganz Europa, diskutierten zum Thema. | ||||||
Bei der Würdigung der Preisträger wurde die Kraft deutscher Unternehmen mehr als deutlich. Porsche hat die weltweite Konkurrenz in Sachen Wachstum weit hinter sich gelassen. Continental ist von einem angeschlagenen Reifenhersteller zum hochprofitablen Systemanbieter geworden. Der Laser- und Werkzeugmaschinenspezialist Trumpf "sammelt Patente wie andere Leute Strafzettel - etwa 80 im Jahr", amüsierten sich Steffen Klusmann, Chefredakteur der Financial Times Deutschland, und Arno Balzer, Chefredakteur des manager magazins. Beide Chefredakteure moderierten die Preisverleihung. Sie beschrieben handfeste Erfolgsgeschichten von Innovation, Wachstum und Wertschaffung - meist verbunden mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze. So stieg die Mitarbeiterzahl bei Altana zwischen 2000 und 2004 um 2500 an, Porsche schuf im selben Zeitraum rund 2000 neue Stellen. Wie wichtig die Signale von "Best of European Business" gerade jetzt sind, unterstrich die designierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan: "In den derzeitigen Koalitionsverhandlungen stehen die Schwächen Deutschlands wie Haushaltprobleme oder Arbeitslosigkeit im Mittelpunkt. Ihre Initiative hilft, dass die Stärken öffentlich werden." In vielen Schlüsselindustrien liegt Europa vorn Allerdings brauche man einen zweiten Blick, um die Stärken der Europäer zu erkennen, so Schwenker. Auf den ersten Blick ist das Bild keineswegs erfreulich. Die US-Wirtschaft wächst doppelt so schnell wie die deutsche. Großunternehmen in den USA haben ein um 23 Prozent höheres Net Income als ihre europäischen Konkurrenten, ihre Marktkapitalisierung ist sogar um 58 Prozent höher. Nimmt man aber die forschungsintensiven Industrien heraus, so dreht sich laut Schwenker das Bild. Hier kommt Europa seinen Worten zufolge auf einen höheren Anteil von Forschung und Entwicklung als die USA. Auch der Exportanteil der Eurozone am Welthandel liege mit rund 25 Prozent weit vor dem der USA (15 Prozent) und dem Japans (9 Prozent). In vielen Schlüsselindustrien wie der Automobilindustrie, der Chemie oder der Telekommunikation sind die Umsätze in Europa sehr viel schneller gewachsen als in den USA oder Japan. In der Pharmaindustrie, dem Energiesektor und der Logistik erzielen europäische Unternehmen die höchsten Umsatzrenditen weltweit. "Unternehmen brauchen starke Heimatmärkte" Schwenker wies auch auf eine Notwendigkeit hin, die angesichts des globalen Wettbewerbs leicht in Vergessenheit gerät: Starke Unternehmen brauchen starke Heimatmärkte. Von den 500 größten Unternehmen der Welt erzielt der überwiegende Teil mehr als die Hälfte ihres Umsatzes auf dem Heimatmarkt. Zusätzlich seien eine leistungsfähige Forschungslandschaft, gut ausgebildete Mitarbeiter und eine teils exzellente Infrastruktur gute Gründe, im Heimatmarkt fest verwurzelt zu bleiben. Diese Einschätzung bestätigte Trumpf-Chef Berthold Leibinger: "90 Prozent unserer Entwicklungen machen wir in Europa, rund 80 Prozent hier in Deutschland." Für Innovationen sei Deutschland nach wie vor ein hervorragender Standort. Burkhard Göschel, Entwicklungsvorstand von BMW , freut es besonders, dass sein Unternehmen in Deutschland die Rankings der attraktivsten Arbeitgeber anführt. "Diesem Ruf haben wir es zu verdanken, dass wir die besten Mitarbeiter haben und damit zu Höchstleistungen in der Lage sind", so Göschel. Einen solchen Teamgeist will auch Annette Schavan in der neuen Bundesregierung verwirklicht sehen. "Es wird nicht einen Innovationsminister geben sondern eine Innovationsregierung", versprach sie. | ||||||