© Roland Berger Strategy Consultants

UBS gewinnt den Grand Prix

Nach dem Rekordjahr 2005 ist die Schweizer Großbank UBS in Brüssel zum besten in Europa agierenden Unternehmen gekürt worden. Der Preis für das Unternehmen mit der besten Corporate Governance ging an den britischen Chemiekonzern ICI. Drei deutsche Unternehmen wurden Branchensieger.

manager magazin


Aus der Hand von EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat UBS-CFO Clive Standish am Mittwochabend in Brüssel die Trophäe für den Gesamtsieg bei dem von Roland Berger Strategy Consultants ausgeschriebenen Wettbewerb "Best of European Business" entgegengenommen.

Die von der "Financial Times", manager magazin und weiteren europäischen Medien unterstützte Auszeichnung wurde im Rahmen eines Gala-Dinners in direkter Nähe zum Europäischen Parlament und zur Europäischen Kommission im Königlichen Museum für Kunst und Geschichte verliehen.

Den Preis für die beste Corporate Governance überreichte Verheugens Kollegin Viviane Reding, europäische Kommissarin für Informationstechnologie und Medien. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr an das britische Unternehmen ICI, einen Hersteller von Spezialchemikalien und Farben. Die hochkarätig besetzte Jury zeigte sich vor allem von den Führungsrichtlinien der Briten beeindruckt.

Neben der UBS, die neben dem Grand Prix auch in der Kategorie Finanzdienstleister triumphierte, wurden noch acht weitere gekürt. Mit Audi , BASF und RWE kamen dabei auch drei deutsche Unternehmen zu Siegerehren.

Industriekommissar Verheugen betonte in seiner Rede, dass die Europäische Kommission alles tun werde, um weiterhin Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Unternehmen ermöglichen Gewinne zu erwirtschaften. Allerdings erwarte er, dass die Unternehmen dafür ihre Rolle in der Gesellschaft verantwortlich wahrnehmen. Ein Produkt aus Europa müsse eben nicht nur das technisch beste Produkt sein, sondern auch die hiesigen traditionellen sozialen und ethischen Werte transportieren, sagte Verheugen.

Roland-Berger-CEO Burkhard Schwenker merkte an, dass trotz der Globalisierung der Heimatmarkt der Schlüssel zum - dann auch weltweiten - Erfolg bleibe. 62 Prozent der Exporte der EU-Staaten fänden innerhalb der EU statt, sagte Schwenker. Und auch weltweit machten die größten Unternehmen trotz globaler Ausrichtung im Schnitt 80 Prozent ihres Geschäfts auf den jeweiligen Heimatmärkten.

Best of European Business

Mit 455 Millionen Einwohnern und einem realen Bruttoinlandsprodukt von 8,4 Billionen Euro ist Europa der weltgrößte Wirtschaftsraum. Was die wirtschaftliche Dynamik angeht, so laufen die EU-Länder aber Gefahr, den Anschluss an die USA und Asien zu verlieren.

Roland Berger Strategy Consultants hat deshalb gemeinsam mit dem manager magazin und der Financial Times den Wettbewerb „Best of European Business“ ins Leben gerufen. So sollen die Erfolgsbeispiele der besten Unternehmen und ihrer Topmanager ins Rampenlicht gerückt und damit auch gezeigt werden, dass die Vielfalt Europas eine Stärke im globalen Wettbewerb sein kann.

„Best of European Business“ wurde deshalb zeitgleich im vergangenen Jahr in den sieben wichtigsten Volkswirtschaften Europas durchgeführt. Die nationalen Wettbewerbe bildeten die Basis für einen Dialog über die notwendigen Veränderungen der Rahmenbedingungen in Europa, der nun auf dem European Summit mit europäischen Spitzenpolitikern in Brüssel geführt wurde.
Feb 23, 2006

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