|
Vier Unternehmen und ein Topmanager wurden in Berlin für herausragende Leistungen mit dem "Best of European Business"-Award ausgezeichnet. Sie qualifizierten sich damit für das europaweite Finale in Brüssel. Insgesamt bewertete ein Expertenteam mehr als 6000 Firmen. |
|
Berlin - Die Preisverleihung im Berliner Alliierten Museum stellt den deutschen Vorentscheid zur Wahl der besten europäischen Unternehmen in Brüssel am 21. und 22. Februar dar. "Die hier geehrten Unternehmen bestätigen, dass es einen europäischen Weg guter, wenn nicht überlegener, Unternehmensführung gibt", sagte Burkhard Schwenker, Vorsitzender der Geschäftsführung von Roland Berger Strategy Consultants. "Erstens restrukturieren und wachsen sie gleichzeitig. Zweitens verfolgen sie eine Systemkopfstrategie und stärken so oft wesentliche Funktionen an ihrem Heimatstandort. Drittens nutzen sie die kulturelle Vielfalt Europas, um Wettbewerbsvorteile aufzubauen. Und viertens kombinieren sie erfolgreich Wachstumsfähigkeit und Wachstumsbereitschaft, also harte und weiche Faktoren", so Schwenker. Offizielle Medienpartner des Wettbewerbs sind das manager magazin und die "Financial Times Deutschland" sowie die Nachrichtensender CNN und n-tv. Durch die Preisverleihung führte n-tv-Moderatorin und Buchautorin Carola Ferstl. Die Preise überreichte Roland Berger, Gründer und Chairman von Roland Berger Strategy Consultants. Der Jury der deutschen Ausscheidung gehören folgende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien an: Arno Balzer (Chefredakteur manager magazin), Jürgen Großmann (Vorstandsvorsitzender RWE), Steffen Klusmann (Chefredakteur Financial Times Deutschland), Klaus Spremann (Professor der Universität St. Gallen) Burkhard Schwenker (Roland Berger Strategy Consultants). Das Gremium traf seine Entscheidung anhand einer Analyse öffentlich zugänglicher Finanzkennzahlen und strategischer Faktoren. Die 2005 von Roland Berger Strategy Consultants ins Leben gerufene "Best of European Business"-Initiative analysiert jedes Jahr die Wirtschaftsleistung europäischer Unternehmen in drei Kategorien. Für die laufende dritte Staffel des Wettbewerbs bewertete ein Expertenteam mehr als 6000 Unternehmen, um die Nominierten für die nationalen Wettbewerbe zu ermitteln. Und die Gewinner sind... Die Benteler AG Aus Deutschland erhielt den Preis in der Kategorie "Wachstum" unter Firmen mit einem Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro bereits zum zweiten Mal. Kerngeschäftsfelder des international aufgestellten Unternehmens sind Automobiltechnik, Stahl/Rohr und Handel. Auf diesen höchst wettbewerbsintensiven Märkten gelang es der Benteler AG, ihre Umsatzrendite zwischen 2002 und 2006 von 2,4 auf 3,4 Prozent zu steigern - wie auch ihre Belegschaft im gleichen Zeitraum um 4600 Beschäftigte auf jetzt 22.000 anstieg. Der Geschäftsführer der Benteler Automobiltechnik GmbH, Mathias Hüttenrauch, nahm den Preis entgegen. Die Auszeichnung in der Kategorie "Wachstum" für kleine und mittlere Unternehmen ging an Schmitz Cargobull aus Horstmar. "Der europäische Marktführer für Sattelkoffer, Sattelpritschen, Sattelkipper und Containerfahrgestelle machte das Rennen wegen seiner seit Jahren stabilen Renditen und ausgeprägten Kundenorientierung", meinte die Jury. Den Preis erhielt der Vorstandsvorsitzende, Bernd Hoffmann. Der Gesundheitskonzern Fresenius SE siegte in der Kategorie "Grenzüberschreitende Firmenübernahmen". Hier beurteilte die Jury vor allem die Wertsteigerung des Unternehmens nach geglückten Akquisitionen: "Fresenius hat gezeigt, dass es die Integration von Zukäufen nahezu perfekt beherrscht. Übernahmen wie die der US-amerikanischen Renal Care Group durch Fresenius Medical Care wurden extrem positiv von den Kapitalmärkten bewertet", teilte die Jury mit. Den Preis nahm Ulf M. Schneider in Empfang. Das Chemieunternehmen BASF wurde für die erfolgreiche Übernahme des amerikanischen Katalysator-Spezialisten Engelhard ausgezeichnet. "Mit der Erweiterung ihres Katalysatorengeschäfts wird die BASF noch konjunkturrobuster", urteilte die Jury. "Durch den Zukauf verfügt das Unternehmen über eine weltweit einzigartige Forschung auf dem Gebiet der Katalyse. Damit kann die BASF ihren Kunden in Industrie- und Schwellenländern neue innovative Produkte und Systemlösungen zur Einhaltung schärfer werdender Emissionsrichtlinien anbieten." Den Preis nahm der auch für Nordamerika verantwortliche Finanzvorstand Kurt Bock entgegen. Den deutschen Sonderpreis für Verdienste um die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen erhielt der Vorstandsvorsitzende von Airbus, Thomas Enders. "Beeindruckt hat uns Dr. Enders' nachhaltiges berufliches und persönliches Engagement für Deutschlands Beziehungen zu den USA, unserem wichtigsten Handelspartner außerhalb der EU", erklärte Jury-Mitglied Schwenker. Der Sonderpreis wurde in Zusammenarbeit mit dem Nachrichtensender n-tv und dem Verein Atlantik-Brücke e.V. vergeben. manager-magazin.de |